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Zielgerichtete Angriffe auf deutschsprachige Nutzer machen fast ein Viertel des Malware-Aufkommens aus

Pharma-Spam spielt kaum eine Rolle mehr

Europa übernahm im Oktober und November 2012 die dominierende Rolle beim Spam-Versand. Dies geht aus dem eleven E-Mail Security Report Dezember 2012 hervor, den das Unternehmen heute vorstellte. So befanden sich sechs europäische Länder unter den zehn größten Spam-Versendern. Gemeinsam waren sie für mehr als ein Drittel des gesamten Spam-Aufkommens (34,8 Prozent) verantwortlich – im September waren es noch 17,4 Prozent. Neuer “Spam-Weltmeister” war Rumänien mit einem Anteil von 11,9 Prozent, gefolgt von Indien (10,4 Prozent) und Brasilien (7,8 Prozent). Auch Spam aus Deutschland nahm wieder zu: Mit einem Anteil von 7,0 Prozent lagen deutsche IP-Adressen auf Rang fünf. Sehr wechselhaft gestaltete sich die Entwicklung des Spam-Aufkommens: Wuchs es im Oktober gegenüber dem Vormonat um 54,8 Prozent, ging es im November um 28,9 Prozent zurück. Der Anteil von Spam am gesamten E-Mail-Aufkommen lag im November 2012 bei 73,9 Prozent. 

Spam-Aufkommen in den Monaten Oktober und November 2012

Spam-Aufkommen in den Monaten Oktober und November 2012

Weitere wichtige Trends im Überblick:

  • Der Trend zu immer stärker zielgerichteten Attacken per E-Mail wie länderspezifischen Malware- und Phishing-Attacken hält weiter an. So war im November 2012 fast ein Drittel aller Malware-E-Mails an deutsche Nutzer (21,3 Prozent) in deutscher Sprache verfasst und nutzte deutsche Unternehmen als Köder.
  • Zwischen Oktober und November 2012 stieg das Spam-Aufkommen von deutschen IP-Adressen um das Siebenfache an. Hauptursache ist mit hoher Wahrscheinlichkeit das Comeback des Kelihos-Botnets, das im September 2012 abgeschaltet worden war, aber bereits im Frühjahr dieses Jahres teilweise wieder aktiv wurde.
  • Gleichzeitig ging das Spam-Aufkommen anderer großer Spam-Versender zum Teil deutlich zurück: So war Deutschland das einzige Land in den Top 5, aus dem im November mehr Spam kam als im Oktober. Indien, Brasilien, Russland und Polen verzeichneten dagegen Rückgänge um 47 bis 60 Prozent.
  • Wichtigstes Spam-Thema blieb auch im November Werbung für Online-Casinos. Allerdings brach deren Volumen auf etwa ein Drittel des Wertes vom Oktober ein, der Anteil am gesamten Spam-Aufkommen sank von 68,3 auf 34,8 Prozent.
  • Einen deutlichen Zuwachs verzeichneten Spam-E-Mails mit vermeintlichen Jobangeboten, bei denen zumeist um Geldwäsche geht. Die Anzahl von E-Mails dieses Themas vervierfachte sich von Oktober zu November. Mit einem Anteil von 27,5 Prozent (Oktober: 5,8 Prozent) belegten sie im November Platz 2 unter den Spam-Themen.
  • Das ehemals dominierende Spam-Thema Pharma-Spam ist im November mit einem Anteil von 7,9 Prozent nur noch auf Platz 3 der Spam-Themen. Im September hatte es mit 46,9 Prozent noch Platz 1 belegt.

    Spam-Themen im Oktober und November 2012

    Spam-Themen im Oktober und November 2012

  • Auch der Anstieg des Malware-Aufkommens setzte sich im Oktober und November weiter fort. So stieg das Aufkommen an E-Mails mit bekannter Schadsoftware zwischen September und November um 60,3 Prozent, bei den Virenausbrüchen waren es 33,1 Prozent.
  • Das Jahresende ist auch 2012 eine Hochzeit des Event-Spam. Im November waren Thanksgiving und Cyber Monday beliebte Spam-Anlässe, auch erste weihnachtsbezogene Mailings wurden beobachtet.

Den vollständigen eleven E-Mail Security Report finden Sie auf der eleven Website unter http://www.eleven.de/eleven-security-reports.html.